Das Buch von Barbara Simon ist ein muss für alle Maine Coon Liebhaber und Züchter gleichermaßen!
Was sind Foundation-Katzen?
Die Bezeichnung Foundation-Katze bedeutet Gründerkatze.
Es handelt sich dabei um die Tiere, die zur Begründung einer offiziellen Zuchtlinie als Ahnen aller weiteren Tiere dieser Linie gelten. Sie sind dann sozusagen als „Adam und Eva“ der betreffenden Katzenrasse anzusehen, von denen alle anderen Tiere abstammen. Fast alle der in Deutschland lebenden Maine Coon stammen von den ersten fünf Gründerkatzen ab, die es damals hier gegeben hat. Diese fünf Tiere bezeichnet man als „Top 5“, ihre Nachfahren als „The Clones“, sie sind zu 70% bzw. 30% in nahezu jedem Stammbaum der heutigen Maine Coon enthalten.
Da heißt konkret, der Stammbaum lässt sich zu 70% auf diese fünf Tiere zurückführen, sie liefern also auch 70% des vorhandenen genetischen Materials, des sogenannten Genpools. Die 30 restlichen Prozent lassen sich auf die Nachfahren dieser fünf Gründerkatzen zurückverfolgen. Man könnte sagen, eine heutiges Maine Coon Katerchen ist in fast jedem Fall ein ziemlicher „Schmalsprurcasanova“.
Woher kamen die ersten Gründerkatzen?
Das besondere an der Maine Coon ist, das es sich bei ihr um eine Naturrasse handelt. Das heißt, die ursprünglichen Maine Coon stammen nicht aus der Hand von Züchtern, die sie bewusst hervorbrachten, sondern sie entstanden sozusagen von selbst. So ist die Maine Coon in weiten Regionen Maines oder New Hampshires, dem Nachbarbundesstaat, die „normale Hauskatze“ oder auch „Bauerhofkatze“ gewesen. Sie lebte in privaten Haushalten oder auf Farmen, auch herrenlose Exemplare stromerten einstmals durch jene ländlichen Winkel und ernährten sich beispielsweise von dem, was beim Fischfang für sie abfiel.
Auch in Skandinavien, Russland und der Türkei brachte die Natur von ganz allein bestimmte ortsansässige Katzentypen hervor, die später als eigenständige Rasse mit einem rassetypischen Erscheinungsbild – dem sogenannten Standard – festgeschrieben und bewusst gezüchtet wurden. In diesem Fall spricht man häufig von der sogenannten „Erhaltungszucht“, die Rasse soll also möglichst in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild erhalten bleiben. Im Anfang aber waren diese Tiere meist einfach das, was man hierzulande eben etwas geringschätzig als Bauerhofkatze bezeichnen würde.
Für den Katzenzüchter aber stellen sie einen ganz besonderen Wert dar, jedenfalls wenn er die Erweiterung des ursprünglichen Genpools beabsichtigt und Naturrassen liebt. Foundationtiere bilden die Grundlage jeder Erhaltungs-Zucht und stellen den Genpool dar, aus dem man später schöpft. Zusätzlich zu einem bestimmten Erscheinungsbild wiesen sie aber nicht nur das „passende“ Erscheinungsbild auf, sondern auch die rassetypischen Charaktermerkmale, die eine Rassezuordnung erst perfekt machen.
Bei der Maine Coon sind dies eine zarte Stimme, Sanftmütigkeit, Geselligkeit und die Vorliebe für Wasserspiele. Können diese Foundationkatzen dann nicht einfach nur irgendwelche illegale Mischlinge sein?? Einige Katzenrassen entstanden tatsächlich aus der Kreuzung zweier Tiere, die bereits einer festumschriebenen Rasse angehörten, nebst dem dazugehörigen Stammbaum, der sie als Mitglieder der selbigen auswies. Die Nachkommen waren Kreuzungen dieser beiden Rassen und wiesen ein „gemischtes Erscheinungsbild“ auf, durch welches sie keiner der Ursprungsrassen zuzuordnen waren, sondern eben eine neukreierte Rasse darstellten.
Eine Katze erhält aber ihre Rassezuordnung entweder durch ihren Stammbaum oder durch ihr Erscheinungsbild. Mischlinge gibt es also unter Katzen eigentlich nicht, nur „Hypbriden“, das heißt Kreuzungstiere in Bezug auf bestimmte Form- Farb- oder Fellmerkmale. Sieht eine Katze aber haargenau wie die Vertreterin einer bestimmten Rasse aus, wird sie dieser auch standardgemäß zuzuordnen sein. Eine langhaarige Katze ohne Papiere gehört eben solange keiner bestimmten Rasse an, solange sie weder von einem offiziellen Katzenrichter beurteilt und beurkundet wurde, noch in den Analen eines Katzenzuchtvereins aufgenommen wurde. Sie ist nur eine langhaarige Katze ohne Rassezugehörigkeit – bis ein kundiges Auge sie optisch als einer bestimmten Rasse entsprechend entlarvt und sie ihr offiziell zugeordnet werden kann. Um dies nicht völlig willkürlich und unkontrolliert geschehen zu lassen, sollte das Tier aber von mehreren unabhängigen Richtern und Kennern der Katzenrassen einstimmig als rassetypisch beurkundet werden.
So geschah es vor etlichen Jahren mit den Ahnen der heutigen Show-Maine-Coon, die mittlerweile in nahezu jedem Stammbaum vertreten sind. Eine wirkliche Foundation-Katze sollte aber eine echte, in der Katzenrasse genetisch neue "Gründerkatze" sein, die ganz natürlich entstanden ist. Sie ist also nicht die Nachfahrin irgendeiner Rassekatze sondern ihre Ahnin. Maine Coon sind auch deshalb "reinrassig" weil bestimmte Erbmerkmale sich nur zeigen können, wenn sie reinerbig, also homozygot, im Erbgut vorliegen. Beide Eltern haben sie in ihren Genen getragen und ihren Kindern weitervererbt.
So kann sich eine Erblinie über unbestimmt lange Zeit lebendig erhalten, ohne das die Gene der Tiere (und beim Menschen ist's nicht anderes) eine wesentliche Veränderung erfahren haben. Sie wurden nur von Mutter und Vater an ihre Kinder weitergereicht.
In diesem Sinne bleibt eine Maine Coon immer eine Maine Coon, denn die dafür notwendigen Maine Coon Gene blieben erhalten und treten schließlich reinerbig wieder in Erscheinung.
Mit einem einzigen Gen-Test kann das Y-Chromosom eines bestimmten Katers seine verwandtschaftliche Verbindung zu seinen Maine Coon Vorfahren belegen, die keine Urkunde jemals gezeigt hat! Die genetische Verbindung ist direkt und durchgängig, ungeachtet der Generationen von Katern, die sie durchlaufen hat. Das genetische Band, das die Tiere eint, lässt sich in jedem Fall nachweisen. Und wer das immer noch nicht fassen kann, dem empfehle ich Einsicht in die Arbeiten des Genetik-Professors Bryan Sykes, der dieses komplexe Gebiet für den Laien sehr verständlich darstellt:
Bryan Sykes "Die sieben Töchter Eva's"
Foundationzucht heute
Da die Anzahl der ursprünglichen Gründertiere der Maine Coon Zucht bzw. der Tiere, mit denen wirklich weitergezüchtet wurde, beschränkt war, weisen fast alle heutigen Stammbäume einen sehr hohen Inzuchtgrad auf. Dies aber kann nachteilige Folgen für die Gesundheit und Instinktsicherheit der Rasse mit sich bringen. Um den Genpool zu erweitern, müsste man neue Gründerkatzen in die Maine Coon Zucht hinein nehmen.
Natürlich vertreten einige Züchter auch die Ansicht, der heute vorhandene Genpool sei in jedem Falle groß genug und es gäbe auch Maine Coon, die nicht so hohe Inzuchtgrade aufweisen. Mir persönlich hat aber noch niemand solche Tiere benannt – obwohl ich inständig darum geben habe!!! Nun, wer verrät schon gern all seine „Küchengeheimnisse“, das ist verständlich...
Zitat aus "Katzen Rassen Aufzucht Haltung vom Falken Verlag Seite75:"Anfang des 20zigsten Jahrhunderts nahm ihre Anzahl leider sehr schnell ab, eben weil sie noch nicht von amerikanischen Katzenzüchterverbänden als Rasse anerkannt wurden;....
Sehr viel später nahm sich eine Mrs. Wittemore der fast im Austerben begriffenen Maine Coon Katze an. Sie war sehr erfolgreich in ihren Behmühungen und gründete 1950 zusammen mit anderen Katzenliebhabern den Central Maine Coon Club...." Es ist eine irrige Annahme das Maine Coon Foundation nur aus Maine stammen,nicht mal die ersten eingetragenen Maine Coons stammen überwiegend aus Maine!!! (Siehe bei Pawpeds.com ... ) Die erste Maine Coon Cattery von Mrs.Wittemore war in Maine ansässig und deshalb glauben die heutigen Züchter, dass alle Foundation Maine Coons aus Maine stammen müssen, das ist aber völlig falsch!
"Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung, als ein Atom zu zertrümmern!" Albert Einstein
Unseren Foundation sind bei der ACA in den USA registriert:
Bei den heutigen Foundationkatzen handelt es sich also um stammbaumlose Katzen, die optisch und auch dem Wesen nach dem Erscheinungsbild einer Maine Coon entsprechen. Sie können auf einer Ausstellung von einem offiziellen Katzen-Richter eine Zuordnung zu einer bestimmten Rasse erfahren, wenn sie ihrem Standard entsprechen, das heißt genau aussehen, wie die betreffende Rasse nun einmal aussehen sollte - und sind somit die Novizen einer Rasse. Auch ihre Gesundheit, Instinktsicherheit und ihr Charakter müssen vorbildlich sein.
Wir haben uns nach langem Abwägen aller Vor- und Nachteile für das Züchten mit Foundationkatzen entschieden. Natürlich ist dieser Weg nicht unumstritten: Viele Menschen fürchten, unbekannte schädliche Gene könnten so in die Rasse hineingetragen werden. Mutter Natur gab aber offiziell keinem Tier Stammbäume mit – und ist dennoch zweifelsfrei in der Lage gesunde Nachkommen hervorzubringen und zu erhalten.
Ich wette: Keine Gentechnik der Welt wird es mit ihren Resultaten aufnehmen können. Gesundheit wird niemals von Menschen machbar oder käuflich sein!! Das höchste der Gefühle sind ein paar mehr oder weniger geglückte Reparaturen. Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, der Natur zu vertrauen. Sie macht ihre Arbeit in den meisten Fällen besser als der Mensch.
Die konkreten Grundlagen unserer Foundationzucht : 1. Die Basis bildeten 4 Kätzinnen und 3 Kater, die nicht miteinander verwandt sein konnten.
2. Sie stammten aus ganz und gar ländlichen Regionen ( New Hampshire, New York State und Seattle) die 30km bis 70km von einander entfernt lagen (Die Regionen in den einzelnen Staaten. Nicht die Staaten untereinander!!!).
3. Wir entschieden uns nach reiflichen Überlegungen dafür, die Nachzuchten über einige Jahre hinweg auf alle wesentlichen Charakter- und Verhaltensmerkmale, Vitalitätsmerkmale und genetischen Merkmale hin zu beobachten, um so Rückschlüsse auf ihre genetische Gesundheit ziehen zu können.
4. Dabei sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen und wir stehen nun an dem Punkt, die uns mittlerweile gut bekannte Foundationlinie in die Maine Coon Zucht einzubeziehen.
5. Sie wurden in den vergangenen Jahren ausschließlich von Privatleuten gehalten, nicht verkauft und nicht in fremde Hände abgegeben.
6. Die Anzahl der jährlichen Würfe war sehr begrenzt und alle Tiere blieben unter unserer Beobachtung.
7. Die Tiere der ersten Filialgeneration unterzogen wir einer Inzucht-Testverpaarung zwischen Vollgeschwistern.
8. Alle daraus entstandenen Kitten waren gesund und wiesen sogar weiterhin eine überdurchschnittliche Robustheit in Bezug auf Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Hals- Augen und Ohrenentzündungen und Magen und Darmerkrankungen auf. Sie sind definitiv nicht anfällig gegen diese Infektionen, obwohl ihr Immunsystem durch die Inzuchtverpaarung gelitten haben musste, da nun 25% ihrer Immunabwehrzellen gleichgeschaltet waren.
9. Die Kitten wurden kastriert und blieben bisher ausschließlich Familienkatzen
Die fachlichen Grundlagen unserer Foundationzucht:
1. Wir verzichteten nach dieser Testphase auf weitere massive Inzucht-Testverfahren und wählten stattdessen den Weg der fortgeführten Outcross-Verpaarungen und der strengen Selektion und Nachzuchtbeobachtung.
2. Dabei stützten wir uns auf unsere eigenen Erfahrungen, die Erfahrungen zahlreicher seriöser und erfahrener ZüchterInnen, auf Fachliteratur und die Aussagen von Wissenschaftlern, die an Fachhochschulen und Universitäten lehren, auf die Kenntnisse von Embryologen, Ärzten und Statistik-Experten.
3. Unser besonderes Augenmerk richteten wir auf alle Anzeichen des Immunsuppressions-Syndroms, dass sich vor allem in einer Anfälligkeit gegen Infektionserkrankungen der Augen, Ohren und des Zahnfleischs bemerkbar macht, in Autoimmunerkrankungen wie dem Eosinophilen Granulom und Erkrankungen des Magen- und Darmkanals die ganz ähnlich wie die als Morbus Crohn bezeichnete Autoimmunerkrankung ablaufen.
4. Weitere Beobachtungsschwerpunkte liefert das Instinktverhalten der Tiere. Eine Instinktsicherheit bzw. eine Schwäche der durch Instinktreaktionen gesteuerten, nach einem physiologisch ablaufenden Schema strukturierten Verhaltensweisen, kann große Aussagekraft in Bezug auf die Vitalität einer Population besitzen.
5.Konkret sind dies vor allem die Reaktionsketten, die bei einem Tier innerhalb des Paarungsverhaltens und der Aufzucht der Jungen in Kraft treten – oder eben leider auch nicht.
6. Die genetische Degeneration einer bestimmten Population zeigt sich meist sehr deutlich innerhalb dieses Sektors der instinktgesteuerten Verhaltensweisen, auf die eine Art zu ihrer eigenen Erhaltung und Gesunderhaltung ganz besonders angewiesen ist.
7. Schwächen auf dem Gebiet der Instinktsicherheit führen innerhalb der Natur logischerweise zu einem Ausschluss des betroffenen Individuums aus der Vermehrungskette.
8. Die Instinktschwäche wird durch menschliches Eingreifen in Form des züchterischen Bemühens jedoch künstlich am Leben gehalten und vererbt sich deutlich weiter.
9. Ein weiteres uns überaus wichtiges Kriterium bei der Beobachtung unserer eventuell zur Zucht in Frage kommenden Katzen ist ihr liebeswerter und friedfertiger, sozialverträglicher, aufgeschlossener Charakter, der sie in der Regel als sozial überaus kompetente kleine „Personen“ ausweist.
10. Jeder Züchter mit Erfahrung wird bestätigen, wie deutlich sich grade Charaktermerkmale von den Eltern auf die Kinder vererben.
11. Der Charakter der Maine Coon unterscheidet sich deutlich von dem anderer Katzenrassen und kann als ziemlich prägnant bezeichnet werden.
12. Alle unsere Foundation Katzen weisen das absolut Rassetypische Verhalten der Maine Coon auf, samt ihrer besonderen Merkmale:
Sie sind außergewöhnlich aggressionsschwach, d.h. sie haben keinen bösen Knochen im Leib und sind sehr sanft und weisen kaum kätzischen Zerstörungsdrang oder Freiheitsdrang (= Weglauftendenzen) auf.
Sie sind außergewöhnlich sozial veranlagt, vertragen sich mit Katzen, Kindern und Hunden und allem was sonst noch kreucht und fleucht, einschließlich befreundeten Kaninchen, Mäusen und Vögeln.
Sie sind „ihrem“ Menschen meist sehr treu und Fremden gegenüber eher zürückhaltend.
Sie reden mit sehr zarten Piepsstimmen.
Sie spielen liebend gern mit Wasser und lieben Schnee.
Sie sind nicht aufdringlich aber überaus anhänglich. Sie sind sensibel aber doch unkompliziert. Sie haben ein halblanges aber kein „dickes Fell“.
Sie sind sogar - entgegen mancher Behauptungen - ziemlich clever – wenn auch nicht alle...
Die meisten hören aber sehr gut auf Zurufe (Und einige hören sogar „auf´s Wort!!), gehen wie Hunde mit einem spazieren und sind ziemlich gelehrig.
Sie apportieren Fellmäuse, öffnen Türen, benutzen Menschen-Wcs
Die Aufzuchtsbedingungen der Tiere:
1. Schließlich kommt in Bezug auf die Charakterbildung auch der Sozialisation der Jungtiere unter möglichst optimalen Bedingungen eine große Bedeutung zu.
2. Sie sollen in diesem Sinne mit viel viel Liebe, Sorgfalt und gesundheitlicher Fürsorge, mit guter und fachlich fundierter Pflege in menschlicher und tierischer Gesellschaft und in einer sauberen und schönen und doch auch katzengemäßen Umgebung glücklich und zufrieden heranwachsen:
3. Auf Deutsch: Sie werden nach Strich und Faden verwöhnt und gehätschelt und nix ist uns für sie zu teuer. Lieber verzichten wir auf schicke Klamotten, den Kleinen darf es an nichts fehlen!!
4. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das eventuell vorliegende fehlerhafte Genmaterial innerhalb der ersten Generation der Wildstock-Foundation.
5. Dabei verließen wir uns wiederum auf wissenschaftlich fundierte Fachliteratur aus den Bereichen Genetik, Biologie, Statistik und Medizin, die Meinung von Medizinern und Dozenten an Universitäten und auf eigene Erfahrung und erworbene Erkenntnisse in Bezug auf die Möglichkeiten der Schädigung von Ungeborenen (Embryologie, Genetik, Genforschung).
6. Fehler innerhalb der Erbsubstanz auf Grund der Vererbung genetischer Defekte bilden dabei nur einen begrenzten Faktor innerhalb der Bandbreite der Einflussgrößen, die mit einer terratogenen Wirkung in Zusammenhang stehen. 7. Andere Faktoren sind virale und bakterielle Infektionen, toxische Faktoren wie Umweltgifte, Stoffwechselerkrankungen, durch Strahlungen hervorgerufenene Gendefekte und spontan auftretende Genmutationen und Abberationen.
8. Dem Risiko der genetischen Häufung bestimmter erbbiologisch bedingter Schädigungen der Nachkommenschaft begegnet die Natur mit der Tendenz zur biologischen Streuung der vorhandenen Erbeigenschaften.
9. Das heißt in dem sie die von uns als Outcross bezeichnete Methode wählt: Die Eltern vertreiben irgendwann ihre Nachkommen aus dem eigenen Revier und paaren sich normaler- und natürlicherweise nicht mit ihnen, wenn andere Partner zur Verfügung stehen.
Dies belegen zahlreiche verhaltenswissenschaftlich fundierte Beobachtungen und biologische Studien nachweislich z.B. in Bezug auf des Verhalten der bekannter Wildkatzenarten wie Felis silvestris (Europäische Wildkatze), Felis libyca taitae (Afrikanische Falbkatze), Leopardus tigrinus (Brasilianische Tigerkatze), Civettictis civetta (Afrikanische Zibethkatze), Leopardus wiedi (Baumozelot) und andere relativ gut erforschte Klein- und Großkatzenarten wie Bengal-, Gold- und Fischkatze, Karakal und Serval.
10. Besonders interessant sind die neuesten Forschungen in Bezug auf die Situation des Gepards in Afrika:
11. Er ist in größter Gefahr, durch einen hohen Inzuchtgrad auf Grund eines zu engen Genpools gesundheitliche Beeinträchtigungen aufzuweisen.
12. Ich versuche mich in der Katzenzucht am Modell der Natur zu orientieren, da mir hinlänglich bekannt ist, wie mangelhaft die menschlichen Korrektur- und Eingriffsmaßnahmen im Vergleich mit natürlichen Regelungsmechanismen häufig ausfallen.
13. Ganz wie ein bekannter und erfolgreicher plastischer Chirurg sich einmal in meiner Gegenwart ausdrückte - und der sein Handwerk eigentlich wirklich verstand:
„Die Natur kann´s meist doch besser...“.
Das Besondere an unseren Foundationtieren (Sie sind bei der ACA in den USA registriert!) ist wahrscheinlich die Tatsache, dass sie ursprünglich von Amerikanern als ganz normale Familienkatzen nach Deutschland mitgebracht wurden. Jahrelang lebten sie im Freundeskreis, ohne dass sich Züchter für sie interessierten.
Eine befreundete Züchterin sah sie dort und erkannte sie als Maine Coon Foundation. Sie stellte sie auf Ausstellungen vor und ließ sie auf ihren Namen vereinsrechtlich registrieren und für die Tiere Stammbäume auf ihren Zwingernamen ausstellen.
Da sie die Katzen nicht persönlich importiert hatte, konnte sie hierfür auch keine Gewähr übernehmen.
Aus diesem Grund gab sie die Tiere schließlich derart geadelt in meine Hände zurück, denn ich kann ihre Herkunft eidesstattlich versichern, da ich sie seit Jahr und Tag kenne.
Das Gute an unseren Tieren ist also, dass sie uns seit vielen Jahren ganz genau bekannt sind. Die Vorfahren meiner jetzigen Foundationtiere kenne ich schon seit mehr als 30 Jahren, da meine amerikanische Freundin diese Tiere damals schon nach Deutschland holte! Alle Würfe blieben bei uns im Freundeskreis und lebten dort weiter als Familientiere.