Auf jeder Homepage von Katzenzüchtern liest man das der Typ sehr wichtig sei bei einer Rassekatze.
Da liest man:
Uns ist es wichtig typvolle Maine Coons zu züchten....
Typvoll züchten heißt den Typ zu verbessern....
Doch hat sich wirklich jemals jemand darüber Gedanken gemacht was das eigentlich heißen soll?
Bei der Maine Coon handelt es sich um eine Naturrasse die in den nördlichen, rauen Gebieten der USA im Winter bis zu –40 C° aushalten können.
Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte!
(Weitere solch wundervolle Aufnahmen unserer A-Wurf Kater finden sie unter www.coonies.margetic.de)
Ich frage mich wie einige Züchter auf die absurde Idee kommen, die Maine Coon mit riesigen Ohren einer orientalischen Wüstenkatze, mit immer dünneren feineren Fell, extrem langen Rückgrad und viel zu langen hohen Beinen zu züchten. (Was schon alleine vom Skelett her die Natur nicht so vorgesehen hat, Dackel-Lähme lässt Grüßen oder auch HD was immer häufiger ein Problem ist)
Was hat das mit dem ach so gepriesenen „Typverbessern“ zu tun?
Nirgendwo auf dieser Welt findet man in der Natur ein Tier mit riesen Eselsohren, hohe lange Beine und dünnes Fell in den kalten Regionen der Welt!
Warum glauben dann die Züchter der Maine Coon, das es zur Typverbesserung dazu gehört, genau das in die Maine Coon hinein zu züchten?
Ein Vergleich mit der Natur zeigt aber, wie Grotesk ihr so gerühmtes „Typverbessern" ist:
In den kalte Regionen auf unserer Erde gibt es z.B. den Manul, den sibirischen Tiger, den Amurleoparden, den Schneeleopard, den Polarfuchs,der kanadische Luchs, der sibirische Luchs und noch viele andere
Und hier ganz deutlich zu sehen alle diese Tiere haben kleine Ohren, dichtes Fell und im Gegensatz zu ihren Körper sind sie eher kompakt und gedrungen.
Nun zu den Wüsten und wärmeren Regionen:
Das sehen wir den Fenek, den Karakal, den Schakal und den Serval um nur einige zu nennen
Eindeutig mit großen Ohren ausgestattet. die auch zur Regulierung der Körpertemperatur dienen (Sprich: durch die gut durchbluteten Ohren kühlt das Wüstentier seinen Körper einige Grade ab), dünneres Fell und hohe Beine.
Was für ein nordisches Tier, das bis zu – 40C° aushalten muss, fatal wäre.
Da fragt sich der Verstand warum wird dann immer geschrieben, der Typ wäre so wichtig und so verbesserungsbedürftig?
Hier sehen sie warum die Maine Coon so von der Natur hervorgebracht wurde und nicht anderst. Heutige Züchter wollen nicht das ihre Tiere im Schnee toben, weil sie's auch nicht mehr können, denn sie würden sich was abfrieren!
Ist es nicht doch so, das die Züchter eher darauf spekulieren das Außergewöhnlichste zu haben um in der Ober-Liga der Katzenzüchter der Angesagteste zu sein? Dies drängt sich beim betrachten der verschiedenen Homepages jedenfalls auf...
Der so gerühmte und immer wieder vorgehaltene Standard wurde in Wahrheit mehrfach angepasst und zwar nicht an den wirklichen, ursprünglichen Typus der nordischen Maine Coon, sondern an den völlig überzogenen modernen Züchtergeschmack, der alleine daran gemessen wird wer das größte, schwerste, längste Tier mit den größten und längsten Ohren hat. Nie wurde der Standard hinterfragt und ob dieses Treiben der Natur der Maine Coon entspricht.
Das Schlimmste daran ist aber nicht etwa die willkürliche Festlegung dessen, wie eine Maine Coon angeblich heutzutage auszusehen hat sondern die Abwertung die alle Tiere erfahren, die dieser willkürlichen Festschreibung nicht entsprechen. Dabei vergisst man nur allzugerne das all dies einfach und schlichtergreifend Geschmacksache ist - und kein objektives, biologisches Wertungskriterium.
Wir haben uns schon sehr früh von den selbsternannten "Hüter des Maine Coon Grals" distanziert und bleiben unserem Motto treu, den Ursprung der Maine Coon zu erhalten und nur vorsichtig etwas zu verbessern,- wobei wir uns aber immer wieder fragen, in wie weit wir das was wir tun vertreten können.
Die Maine Coon ist eine Naturrasse! Das sollte sie auch bleiben und nicht zu ein groteskes Kunstobjekt, wie viele andere verzüchtete Rassekatzen, verkorkst werden.
Neulich auf einer Maine Coon Homepage entdeckt:
Zitat:"Nach Cole (1966) haben vorteilhafte Gene oft einen Grad von Dominanz, unvorteilhafte Gene sind eher rezessiv." Zitat Ende. (Wenn die Schreiberin wünscht ihren Namen hier zu veröffentlichen, machen wir das sehr gerne, bitte mit uns in Kontakt treten!)
Wenn es so einfach wäre wie die Schreiberin beschreibt würde es keine kranke, missgebildeten und unperfekten Tiere und Menschen mehr geben. Dann müßte man nur noch die richtigen Partner verpaaren und wir hätten die perfekte und sehr gesunde Maine Coon bzw. Menschen.
Doch warum haben wir dieses wohl noch nicht? - Ich glaube diese Frage kann sich sogar jeder Laie selbst beantworten ....
Man kann nicht die Einzigartigkeit eines Menschen erkennen,
während man alle über einen Kamm schert! - (A.Knatz)